Wiesbadener Tagblatt: Neuer Verein in Wiesbaden setzt auf Energiesparen und Windenergie

26.11.2011 – WIESBADEN

Von Claudia Pick, Wiesbadener Tagblatt

Neuer Verein in Wiesbaden setzt auf Energiesparen und Windenergie

200 Millionen Kilowattstunden Insgesamt könne man damit in Wiesbaden rund 200 Millionen Kilowattstunden einsparen, was schon die Hälfte der von der Stadt anvisierten 20 Prozent Energieeinsparung ausmacht. Und dies ganz ohne Verlust von Lebensqualität oder Komfort. Hubitsch verweist in diesem Zusammenhang auf die andernorts mit Erfolg aufgelegten kommunalen Förderprogramme für Energieeinsparung. Es sei überfällig, dass ein Programm „Wiesbaden spart Strom” aufgelegt und mit wirksamen Anreizen ausgestattet wird.

Zugleich betont er, dass die Nutzung der Windenergie in der Region unverzichtbar sei, um den Anteil der regenerativen Energien auf 20 Prozent zu erhöhen. Hubitsch: „In Wiesbaden besteht ein Potenzial von rund 270 Millionen Kilowattstunden verteilt auf circa 30 Windkraftanlagen. Alleine die Windkraft auf dem Stadtgebiet von Wiesbaden kann den Anteil der regenerativen Energie um 20 Prozent erhöhen und besitzt mehr Potenzial als das Biomassekraftwerk an der Deponie oder die Tiefengeothermie.” Die Windenergie im Inland sei derzeit die wirtschaftlichste und am schnellsten zu realisierende Energieerzeugung. Der erzeugte Strom mit Kosten von weniger als neun Cent pro Kilowattstunde sei schon jetzt konkurrenzfähig zur Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken. Die seit Jahren von den Stadtwerken angekündigte Beteiligung an Windkraftanlagen auf dem Meer (Off-Shore-Anlagen) sei hingegen keine Alternativlösung. Denn im Verhältnis zu Strom aus dem Binnenland sei diese Lösung mit sehr hohen Kosten von rund 15 Cent pro Kilowattstunde Strom und mit massiven technischen und wirtschaftlichen Problemen verbunden. Zudem bleibe bei der Windkraft vor Ort der größte Teil der Wertschöpfungskette in der Region und komme so der Stadt und allen Bürgern zugute.

Doch auch in Bezug auf die Windkraft gilt für Hubitsch: „Es reicht nicht aus, ihre Effizienz zu loben. Den Worten müssen Taten folgen, indem man mit der Ausweisung von Standorten in unserer Heimatregion ernst macht und in die Genehmigung von Anlagen einsteigt.“

Dreh- und Angelpunkt der Energiewende bleibe jedoch die Energieeinsparung: „Energie, die man nicht verbraucht, muss man gar nicht erst erzeugen. Es gilt jetzt, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Möglichkeiten der Energieeinsparung voll zu nutzen. Die Hebel sind da, man muss sie nur in die Hand nehmen.“

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