Wiesbadener Kurier: Windenergie in Wiesbaden und Taunusstein

Wiesbadener Kurier Mittwoch, 27. Juni 2012

Schulterschluss mit Wiesbaden

WINDENERGIE Taunusstein will mögliche Standorte auf dem Taunuskamm nur in Zusammenarbeit entwickeln

(mg). Die Landeshauptstadt Wiesbaden, die Stadt Taunusstein, Hessen-Forst und die Eswe Versorgungs AG wollen gemeinsam das Windenergiepotenzial auf dem Taunuskamm untersuchen und mögliche Standorte in den nächsten drei Jahren nur gemeinsam entwickeln. Ziel der Projektpartner ist es, „die Energiewende in Hessen aktiv mitzugestalten“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Mit der geplanten Untersuchung sei noch keine Entscheidung darüber getroffen worden, ob und wo Windkrafträder gebaut werden. Auf Basis der Ergebnisse soll mit starker Einbindung der Bürger sowie der Gremien beider Städte über die gemeinsame Nutzung der Windenergie in der Region beraten werden.

Bürgerbeteiligung

Eine eigens gegründete gemeinsame Arbeitsgruppe begleitet diese Zusammenarbeit. „Die Windenergie ist eine der Schlüsseltechnologien, um die Wende hin zu nachhaltigen Energiequellen umzusetzen. Jetzt ist es an uns zu prüfen, ob und wie das auch für unsere Region gilt“, sagt der Wiesbadener Oberbürgermeister Helmut Müller. Basis der Zusammenarbeit sind Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlungen in Wiesbaden und Taunusstein zur angestrebten Energiewende. „Unsere Stadt möchte den Energiebedarf bis 2050 möglichst vollständig aus erneuerbaren Energien decken. Die nun gefundene Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern ist beispielhaft und könnte als Modell für ganz Hessen dienen“, meint der Taunussteiner Bürgermeister Michael Hofnagel.

Die Information und kontinuierliche Beteiligung der Bürger soll eine zentrale Rolle einnehmen. „Die mögliche Nutzung der Windenergie ist ein Projekt in der Region für die Region. Es ist daher unser Wunsch, die Bürger mitzunehmen, damit wir gemeinsam die Zukunft unserer Heimat gestalten“, betont Arno Goßmann, Umweltdezernent der Stadt Wiesbaden.

Besonders begrüßt wird von den Vertretern der beiden Städte, dass sich auch der Hessen-Forst in Person des Landesbetriebsleiters Michael Gerst für die Zusammenarbeit starkgemacht habe. Immerhin sei der Hessen-Forst einer der wichtigsten Flächeneigentümer auf dem Taunuskamm und so sei garantiert, dass es bei positiven Untersuchungsergebnissen und Entscheidungen in den Gremien zu einer gemeinsamen Standortwahl komme. Als in der Region aktives Energieversorgungsunternehmen könnte die Eswe Versorgungs AG dann die technische Umsetzung möglicher Projekte übernehmen.

 

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